Entzündungen am Augenlid - was tun? Unsere Praxistipps

Entzündungen am Augenlid – was tun?

Eine einmalig auftretende Entzündung am Augenlid kann man auch mit Hausmitteln bekämpfen. Kommt es zu wiederholten Entzündungen am Augenlid, sind diese nicht unbedingt angebracht. Die Behandlung erfolgt abhängig von der Ursache mit Augentropfen, Salben oder Tabletten.

Entzündung durch ein Gerstenkorn

Ein häufiger Grund für eine Entzündung am Lidrand ist ein Gerstenkorn, ein verhärtetes Eiterknötchen. Dieses entstand durch Bakterien und die fehlende Abflussmöglichkeit des Eiters. Zwar heilt ein Gerstenkorn häufig von selbst ab, doch darauf kann man sich nicht verlassen. Eine wirksame Methode zu seiner Behandlung ist Rotlicht. Die Wärme ist trocken und wird von den meisten Patienten als angenehm empfunden. Infolge der Bestrahlung wird das Augenlicht besser durchblutet und gleichzeitig die Immunabwehr angeregt. So kann der Körper Bakterien leichter bekämpfen. Ist das Gerstenkorn so verhärtet, dass der Eiter auch durch Kompressen oder Rotlicht nicht abläuft, muss der Arzt es eventuell aufstechen.

Desinfizierende Tropfen und Augensalben

Ist die Entzündung des Lids noch im Anfangsstadium, bringen rezeptfreie Tropfen aus der Apotheke Linderung. Meist ist das Augenlid geschwollen und gerötet. Bei stärkeren Entzündungen sollten antibiotische Tropfen oder Salben verwendet werden. Diese erhält man nur auf Rezept. Augensalben verbleiben längere Zeit im Auge, sodass sie ihre heilende Wirkung besser entfalten können. Einziger Nachteil: Sie behindern eine Weile die Sicht. Tropfen sorgen zwar nicht für eine Einschränkung der Sicht, werden aber mit der Tränenflüssigkeit schneller herausgespült. Häufigeres Tropfen ist somit angebracht.

Die Bindehautentzündung

Sorgt eine virusbedingte Bindehautentzündung für rote und geschwollene Augenlieder, ist die Behandlung ähnlich. Man verwendet antivirale, eventuell auch antibiotische Augentropfen. Nur bei schwerem Verlauf sind kortisonhaltige Salben oder Tropfen angezeigt. Alternativ können Tabletten gegeben werden oder der Arzt spritzt das Medikament unter die Bindehaut. Die Medikamente sollte regelmäßig eingenommen werden, denn Folgeschäden wie eine Verklebung der Linse sind zu vermeiden. Damit die Therapie erfolgreich verläuft, sollte der Erkrankte bis zur Ausheilung weder Kontaktlinsen tragen noch Augen Make-up verwenden.

Naturheilkundliche Behandlung

Wer homöopathische Heilmethoden bevorzugt, kann die Beschwerden mit Kompressen aus entzündungshemmenden Heilkräuter-Lösungen behandeln. Diese Heilkräuter nutzte schon Hildegard von Bingen und ihr Wissen ist heute ebenso aktuell wie im Mittelalter. Spitzwegerich, Dill, Leinkraut und Augentrost sind bekannte Kräuter bei entzündeten Augen. Wegen der Gefahr einer zusätzlichen Infektion ist die Eigenbehandlung der Augen nur unter Vorbehalt durchführen. Es gibt auch eine Reihe homöopathischer Augentropfen und Medikamente, die man bei einer Lidentzündung verwenden kann. Jeder Mensch spricht unterschiedlich auf die Behandlung an. Wer bisher gute Erfahrungen mit homöopathischen Mitteln gemacht hat, kann diese auch bei einer Augenlidentzündung nutzen. Silicea oder Apis sind hier verbreitete Substanzen.

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